Wohn- und Arbeitsatelier
Die Gästeapartments des Goethe-Instituts Villa Kamogawa befinden sich im ersten Stock der Villa; sie sind vollständig eingerichtete Wohnungen und Ateliers zugleich.
Den in der Villa Kamogawa lebenden Künstler:innen steht zudem ein gemeinschaftlicher Bereich mit einem Aufenthaltsraum, einer voll ausgestatteten Küche und einer großen Terrasse zur Verfügung. Auch kann ein zusätzlicher Atelierraum in der Nähe des japanischen Gartens der Villa genutzt werden.
Künstler:innen mit Kindern im Vorschulalter können eines der beiden familienfreundlich eingerichteten Apartments beziehen.
Hinweise für Künstler:innen mit Behinderungen
Die Hessische Kulturstiftung lädt Künstler:innen mit Behinderungen ausdrücklich ein, sich auf ein Residenzstipendium zu bewerben. Die Villa Kamogawa verfügt über ein rollstuhlgerecht eingerichtetes Apartment im ersten Obergeschoss, das mit einem Aufzug in erforderlicher Breite erreicht werden kann; der Aufzug erschließt alle Stockwerke des Gebäudes. Der Zugang zur Villa kann über eine Rampe erfolgen. Die Metro-Stationen in der Nähe der Villa (ca. 600 m zu Fuß, mit für Sehbeeinträchtigte markiertem Streifen auf dem Gehweg) und allgemein der öffentliche Nahverkehr in Kyoto sind zum großen Teil gut eingerichtet auf Menschen mit Einschränkungen.
Falls Sie Fragen zur Zugänglichkeit und etwaigen Barrieren haben, sprechen Sie uns an!
Tristan Lorenz
Stellvertretender Geschäftsführer / Internationales Stipendienprogramm
Reise- und Residenzstipendien der Hessischen Kulturstiftung
Telefon +49 611 585 343 44
E-Mail lorenz@hkst.de
Lage und Kulturangebote vor Ort
Die Villa Kamogawa des Goethe-Instituts liegt im Stadtteil Yoshida (Sakyō-ku) in unmittelbarer Nähe des Kaiserpalasts und des Kulturviertels Okazaki. Dieses zählt zu den wichtigsten Museums- und Kunststandorten Japans und beherbergt mit dem Kyoto City KYOCERA Museum of Art sowie dem National Museum of Modern Art, Kyoto (MoMAK) zwei zentrale Institutionen der japanischen Kunstszene. Anders als das stärker marktorientierte Tokio ist Kyoto bis heute durch die enge Verbindung von zeitgenössischer Kunst, Handwerk und kultureller Überlieferung geprägt. Insbesondere in den Bereichen Keramik, Textil, Papier-, Holz- und Lackkunst bestehen gewachsene Strukturen, die Künstler:innen unmittelbare Einblicke in traditionelle Herstellungs- und Arbeitsprozesse ermöglichen. Die Villa Kamogawa bietet damit einen Arbeitskontext, der institutionelle Anbindung und internationale Vernetzung mit dem direkten Zugang zu einer der bedeutendsten Kunst- und Handwerkstraditionen Japans verbindet.